Eindrücke

Donnerstag, 23. Mai 2013

42 Bodensee im Mai, Teil 6: Drumlins

Der Bodensee hüllte sich mal wieder in Dunst, also die Gelegenheit diesmal das Hinterland zu erforschen.
Und das ist geprägt von Drumlins! Ein witziger Name für tropfenförmige Hügelchen (s. Zeichnung unten).

 

Drumlins gibt es überall auf der Erde dort, wo in der Eiszeit Gletscher waren. Die Hügel bestehen aus Moränengestein, das das Gletschereis wie eine Planierraupe vor sich her geschoben hat.
Wie ihr seht, habe ich keine Mühen gescheut, das mal schematisch darzustellen.. :-)



Und nun mal ein paar Bilder von Drumlins in der Nähe von Lindau:





Zum Teil auch bebaute Drumlins gibt es z. B. im Hinterland von Friedrichshafen. Die Orte gehören inzwischen alle zu Friedrichshafen: "Berg", "Raderach" usw.

Von Friedrichshafen Stadtbahnhof kommt man sehr gut mit dem Bus zu diesen Orten.
Startpunkt für einen Spaziergang: Raderach.






Oben auf dem Drumlin Raderach gab es einmal eine Burg. Es gibt Quellen, wonach der Ursprung der "Fichtenburg" auf das Jahr 1250 zurückgeht.


Die Burg selbst gibt es nicht mehr, an der Stelle steht jetzt ein Gasthaus. Aber im Keller des Gasthauses gibt es noch den ursprünglichen Brunnen der Burg zu sehen (siehe HIER). Dem Text auf der Tafel nach ist der Brunnen 60 m tief und erreicht damit fast den Seespiegel des Bodensees.

Eine gute Luftbildaufnahme von Raderach findet man HIER

Von Raderach aus kann man verschiedene Wanderwege nutzen. Ich nehme euch jetzt mit auf den Schnetzenhauser Riedweg. Dieser führt über den "Nachbar-Drumlin" (Rupberg "Bühl") durch das Schnetzenhauser Ried zurück nach Friedrichshafen.


Vom Rupberg hat man einen wunderschönen Blick auf die benachbarten Drumlins, und nach Süden bis hin zum Bodensee (wenn er sich nicht wie an diesem Tag in Dunst hüllt). Aber vielleicht lassen die Bilder das zumindest erahnen.

Die Gemeinde "Berg"

In der Ferne Friedrichshafen

Der allgegenwärtige Zeppelin


Graubinden-Labkrautspanner (Epirrhoe alternata)

Tagpfauenauge (Aglais io)

Admiral (Vanessa atalanta)

Heidespanner (Ematurga atomaria)


Weiße Taubnessel (Lamium album)






Bei Schnetzenhausen kommt man an einer großen Feuchtwiese vorbei, die sich zwischen zwei Drumlins erstreckt.





Auf den Hochflächen wird vor allem Obst angebaut.





So, das war der Ausflug zu den Drumlins. Hat es euch gefallen?






Dienstag, 21. Mai 2013

27 Bodensee im Mai, Teil 5: Lindau, Lindenhofpark, Wasserburg

Zuerst mal wieder die Übersichtskarte als Orientierung.


Lindau liegt am bayerischen Bodenseeufer und ist Große Kreisstadt. Die sehenswerte Altstadt liegt auf einer Insel, die über einen Eisenbahndamm (im Bild unten: vorne) und eine Straßenbrücke mit dem Festland verbunden ist.

Photograph by Edda Praefcke;
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lindau_Insel_Luftbild3.jpg?uselang=de 
Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung 2.5 US-amerikanisch (nicht portiert) lizenziert.

Hier auf meinem Blog gibt es bereits einen kleinen Beitrag über Lindau. Dort kann man ein paar Informationen nachlesen - und weitere Bilder anschauen. Lindau erwähne ich auch in anderen Beiträgen; wer sich dafür interessiert, HIER ist der Link zum Suchergebnis "Lindau" auf meinem Blog.

Lindau-Insel kann man immer wieder besuchen, man wird jedesmal wieder Neues entdecken. Egal, ob man einfach einmal die Insel umrundet, oder durch die Gassen der Altstadt bummelt; Lindau-Insel ist voll von Geschichte und historischen Gebäuden, eingebettet in eine herrliche Landschaft! Ich hoffe, dass ich noch oft dort sein kann (und noch viele Berichte darüber schreiben kann!)

Fährt man mit dem Zug nach Lindau, kommt man direkt am Hafen an.

Über dem See ist es diesig. Ein Bild gegen die Sonne (es gibt bessere!)



Direkt an der Promenade sind Tafeln aufgestellt, die alte Gemälde und Kupferstiche von Lindau zeigen.


So und jetzt machen wir mal einen kleinen Stadtbummel...
Vom Hafen aus geht man die 'Maximilianstraße' entlang und kommt so direkt in die Altstadt. Dort gibt es einige noch gut erhaltene Bürger- und Kaufmannshäuser.







Weiter kommt man zum Alten Rathaus. Hier die Nordansicht. Die genauso sehenswerte Südansicht seht ihr ebenfalls hier.



Am Rathausplatz gibt es immer was zu lesen.... :-)




In friedlicher Eintracht: rechts das katholische Münster "Unserer Lieben Frau" (errichtet 1748 - 1752, Ursprünge gehen bis ins Jahr 810 zurück) und links die evangelische St.-Stephans-Kirche (um 1180).




Die Peterskirche (oder auch "Fischerkirche"), eine der ältesten Kirchen am Bodensee datiert auf
ca. 1000 n.Chr.



Enge Gässchen...





Blick hin zum Mangturm am Hafen,
erbaut um 1200 n. Chr., er war als Leuchtturm
ein Teil der Stadtbefestigung



... noch mehr Türme: Der Diebsturm, erbaut um 1380 n.Chr.; er war ebenfalls ein Teil der Stadtmauer und diente als Gefängnis ...

Der Diebsturm

... nicht nur das Rathaus hat eine bemalte Fassade.


Man beachte, dass im unteren Stockwerk Männer die Säulen stützen, weiter oben Frauen! :-)

Am Eisenbahndamm entlang führen Rad- und Fußgängerwege aufs Festland. Und dorthin nehme ich euch jetzt mit, denn zu Lindau gehört auch der Lindenhofpark in Bad Schachen.
Da drüben sieht man es schon.....


Also über den Eisenbahndamm und einmal um die ganze Bucht, vorbei an Fachwerkhäusern..



.... und dem alten, halb verfallenen Haus, das ich am liebsten kaufen und als Ferienhäuschen ausbauen würde ... >träum'<
Wenn man an die Immobilienpreise hier am Bodensee denkt, wird sogar das unerschwinglich sein! :-)



Und dann sind wir da. Im Lindenhofpark. Der Park wurde von Friedrich Gruber (1805 - 1850) eingerichtet. Er war zur damaligen Zeit ein angesehener Kaufmann und war maßgeblich am Aufbau der süd-italienischen Textilindustrie beteiligt. Diesen Park nutzte er zur Erholung und als Rückzugsmöglichkeit.


Was den Park auszeichnet, ist ein außergewöhnlicher Baumbestand. Viele exotische Arten wachsen hier, und es ist wirklich eine Freude durch den Park zu schlendern. Jetzt höre ich auf zu quasseln, schaut selbst:










Hey, hallo! Was bitte schön ist DAS?! Wieso sind der Klee und der Löwenzahn rot besprüht? Und das mitten im Park!!




Sehr verdächtig! Also, wer war das?





Nochmal Glück gehabt, da war wirklich ein anderer Sprayer am Werk! ;-)



Eigentlich wollte ich die Strecke von Lindau nach Langenargen komplett zu Fuß gehen, aber leider bremste mich das Wetter mal wieder aus. In Wasserburg zog der Himmel immer mehr zu, und es grummelte über dem See....
Trotzdem noch ein paar Bilder aus Wasserburg (erstmals erwähnt 784 n. Chr. in einer Urkunde des Klosters St. Gallen).  Weitere Informationen über die wechselhafte Geschichte bei Wikipedia.

Blick auf die Halbinsel von Wasserburg mit der dem Schloss und der Kirche (von Osten)

Blick auf die Halbinsel von Westen

Wie war das mit den Immobilienpreisen? Auf kleinstem Raum wird gebaut!

Von Wasserburg aus bin ich trotzdem noch weiter nach Nonnenhorn gegangen. Leider gibt es davon keine Bilder, denn es war ein Wettrennen mit dem einsetzenden Gewitter. Ich habe knapp gewonnen ... ;-)